im UJZ KORN am o8.o1. 2o26
Am 7. Januar jährt sich zum 21. Mal der Mord an Oury Jalloh, der 2005 von Polizeibeamten in Zelle 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau verbrannt wurde. Bis heute wird der Mord geleugnet und die verantwortlichen Polizisten keinen ernsthaften Konsequenzen unterzogen. Dabei ist es ausgeschlossen, dass Oury Jalloh – wie von der Dessauer Polizei behauptet – das Feuer selbst gelegt hat. Die Angehörigen Oury Jallohs kämpfen daher mit der von Ihnen gegründeten Initiative bis heute für eine vollständige Aufklärung der Ereignisse, doch diese Bemühungen bleiben weiterhin ungehört von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium.
Neben diesem Mord sind die Dessauer Polizisten auch noch in weitere Todesfälle verhafteter Personen und Verhinderungen von Ermittlungen verstrickt. So auch im Fall des Femizids an der chinesischen Studentin Li Yangjie. Sie wurde im Mai 2016 von Sebastian F. vergewaltigt und ermordet, dessen Mutter und Stiefvater Ramona S. und Jörg S. jeweils Polizeibeamtin und Leiter des Polizeireviers Dessau-Roßlau waren. Obwohl ihre Versuche zur Vertuschung der Tat naheliegen und ihnen Einflussnahme auf die Ermittlungen vorgeworfen wurden, wurde das Verfahren gegen sie fallengelassen und eine Verurteilung blieb aus.
Derartiger Täterschutz und Komplizenschaft haben System und müssen als solche benannt werden! Kommt deshalb am 08.01. um 18 Uhr zu uns in den Konzertsaal der Korn, wo wir einen Vortrag über den Mord an Oury Jalloh und das Polizeirevier Dessau-Roßlau mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde veranstalten! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!