Mittwoch – 04.02.2026, 19:30
Lutherkirche (Platz)
Die Rote Hilfe e.V. Hannover bittet um Teilnahme!
Freiheit für Maja! – Nieder mit der Repression!
Maja wurde Ende 2023 in Berlin festgenommen aufgrund des Vorwurfes, Faschisten in Budapest im Kontext eines rechtsextremen Aufmarsches („Tag der Ehre“) angegriffen zu haben.
Im Juni 2024 erfolgte dann eine Auslieferung nach Ungarn – kurz bevor das Bundesverfassungsgericht genau dies für unzulässig erklärte.
Seitdem wird Maja in einer quälenden Einzelhaft festgehalten und auf vielfältige Weise entmenschlicht – nicht zuletzt aufgrund Majas queerer nichtbinärer Identität, die in Ungarn systematisch unterdrückt wird.
Zunächst ist es unbedingt notwendig, dass Maja zurück nach Deutschland gebracht wird, um weniger gewalttätigen Haftbedingungen ausgesetzt zu sein!
Wir fordern deshalb die Überstellung von Maja nach Deutschland und bessere Haftbedingungen.
Für uns ist außerdem klar, dass Maja und alle inhaftierten Antifas freikommen müssen!
Deshalb rufen wir dazu auf, am 04.02. um 19:30 Uhr auf die Straße zu gehen! Treffpunkt Lutherkirche.
Hier der Aufruf aus Hannover:
Das Urteil für Maja wurde verschoben, die Demo auch! Neues Datum ist der 04.02. um 19:30 an der Lutherkirche. Kommt zahlreich und baut Druck auf!
Free Maja, Free all Antifas!
Bis alle Frei sind
550 Tage – Fast solange ist es her, dass Maja verhaftet und dann über Nacht illegal von den Deutschen Behörden nach Ungarn ausgeliefert wurde!
550 Tage – Fast solange sitzt Maja unter menschenunwürdigen Bedingungen in Ungarn in Haft mit dem Ungewissen in den nächsten 24 Jahren überhaupt wieder in Freiheit zu dürfen.
Doch ein Angriff auf wenige, ist ein Angriff auf uns Alle. Deshalb lasst uns vereint unsere Wut auf die hannoverschen Straßen tragen.
Kommt zahlreich und auf alle Wetterumstände vorbereitet mit Regenschirmen und – Jacken!
Free Maja, Free all Antifas!
Bis alle frei sind!
4.2.2026 19:30
Lutherkirche Hannover
Siehe auch:
BASC Solidaritätsbündnis für die Inhaftierten und Verfolgten AntifaschistInnen im Budapest Komplex | Free All Antifas
Kampagne
https://www.wirsindallelinx.org/noextradition
„Keine Auslieferung nach Ungarn“-Blog (Eltern der Beschuldigten im Budapest-Komplex)

Rückblick:
Vater von Maja T. spricht von Folter
Über 100 000 Unterzeichner fordern Bundesregierung zum Handeln auf
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1192425.budapest-komplex-vater-von-maja-t-spricht-von-folter.html
Nach rund 300 Kilometern ist Wolfram Jaroschs Protestmarsch »Zu Fuß für Gerechtigkeit!« am Montag in Berlin zu Ende gegangen. Die letzte Etappe führte den Jenaer mit rund 90 Personen zur ungarischen Botschaft und schließlich zum Auswärtigen Amt. Jarosch übergab dort eine Petition mit mehr als 100 000 Unterschriften. Darin fordern »Eltern gegen Auslieferung« die Rückführung von Maja T. für ein faires rechtsstaatliches Verfahren in Deutschland sowie einen Auslieferungsstopp für alle weiteren Beschuldigten im sogenannten Budapest-Komplex. … … …
Majas Gesundheitszustand ist nach über einem Monat im Hungerstreik kritisch, Ärzte drohen mit Zwangsernährung. Der Vater Wolfram Jarosch ist von Jena bis zum Auswärtigen Amt in Berlin gelaufen, um eine Petition für Majas Rücküberführung nach Deutschland zu übergeben. Doch auch in Deutschland droht ein politisch motivierter Prozess. – Ein Kommentar von Gillian Norman.
… … … Der Hungerstreik ist mittlerweile in eine kritische Phase übergegangen. Das bedeutet, dass durch die Unterversorgung irreversible Schäden an Organen drohen. Maja berichtet zudem, dass die behandelnden Ärzt:innen sich nicht an die vorliegende Patient:innenverfügung gebunden fühlten. Stattdessen würden sie Maja zwangsernähren, sollte sich der Zustand weiter verschlechtern. Der Weltärztebund untersagt dies ausdrücklich, in Deutschland würde dies eine Straftat darstellen.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2025-07/maja-t-ungarn-inhaftierung-gefaengnis-auslieferung
Warum lässt Deutschland Maja T. im Stich? Seit mehr als einem Jahr ist Maja T. in Ungarn in Haft – nach einer verfassungswidrigen Auslieferung, unter menschenunwürdigen Bedingungen. Wie es so weit kommen konnte. Von Alexander Kauschanski und Nina Monecke
… … … Wer bei den zuständigen Behörden und Ministerien zum Fall Maja T. nachfragt, landet in einem Kreislauf aus Zuständigkeitsverweisen.
Das Kanzleramt verweist gegenüber der ZEIT auf die zuständigen Ministerien. Das Justizministerium erklärt, Auslieferungen seien Sache der Gerichte und Justizbehörden. Das Berliner Kammergericht verweist auf die Generalstaatsanwaltschaft, die die Auslieferung durchführte. Und das Auswärtige Amt? Das betreue Maja T. konsularisch. Über eine Ausreise nach Deutschland oder ein Ende der U-Haft, schreibt eine Sprecherin, entschieden aber allein ungarische Gerichte. … … …
Antifaschist*in Maja in Ungarn im Hungerstreik: Für eine sofortige Rücküberstellung!
Hungerstreikerklärung etc.
Free Maja! Free Hanna! Free all Antifas! 24.07. 20.oo Uhr im UJZ Korn
Unsere Genoss:in Maja ist nach Ungarn ausgeliefert worden und weitere links…
https://archive.ph/nzKx5#selection-684.0-811.392
Weitere Festnahme im Budapest-Komplex und drohende Auslieferung nach Ungarn – Free Maja, Free Gabri, Free all Antifas!
https://emrawi.org/?Weitere-Festnahme-im-Budapest-Komplex-und-drohende-Auslieferung-nach-Ungarn-2921
Rom wirft Budapest unmenschliche Behandlung vor
Bei einem Treffen von Rechtsextremen in Budapest kam es im Februar 2023 zu linksextremen Ausschreitungen. Eine italienische Angeklagte wurde nun in Handschellen, Fußfesseln und Ketten vorgeführt.
Antifa: Ehre, wem Ehre …
Prozessbeginn in Ungarn: Wegen angeblichen Angriffs auf Neonazis beim »Tag der Ehre« droht Antifaschisten aus Deuschland und Italien langjährige Haft
https://www.jungewelt.de/artikel/468107.ungarn-antifa-ehre-wem-ehre.html
Antifa-Anklage in Budapest
Haftbefehle gegen 14 weitere Personen beantragt
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1177542.tag-der-ehre-antifa-anklage-in-budapest.html
In Budapest beginnt ein aufsehenerregender Prozess gegen Linksextremisten
Auch deutsche Mitglieder der sogenannten Hammerbande sind angeklagt. Sie sollen im Vorjahr aus Protest gegen ein SS-Gedenken in Budapest brutal zugeschlagen haben
Prozess gegen mutmaßliche Linksextremisten aus Deutschland beginnt
Am Stadtgericht Budapest hat am Montag das Verfahren gegen mutmaßliche Linksextremisten begonnen – zwei Deutsche und eine Italienerin. Sie sollen Teilnehmer einer rechtsextremen SS-Gedenkveranstaltung angegriffen haben. Weitere Beschuldigte fehlen jedoch. Einer von ihnen wurde im Dezember in Berlin festgenommen. Nun wird über seine Auslieferung nach Ungarn verhandelt.