Kundgebung
3. Oktober 2026 | 14:00 Uhr
Ernst-August-Platz Hannover
Am vergangenen Sonntag wollten Menschen im kurdischen Verein in der Kornstraße in Hannover-Nord gemeinsam ihrer Verstorbenen gedenken. Familien, Freund:innen, auch Kinder.
Stattdessen rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an und löste die Gedenkveranstaltung auf.
Alle Anwesenden wurden einzeln durchsucht, fotografiert und ihre Personalien aufgenommen, bis in die späten Abendstunden. Mehrere Menschen mussten medizinisch versorgt werden. Grundlage war eine Verbotsverfügung im Auftrag des Oberbürgermeisters.
Wer trauert, darf nicht wie ein Verdächtiger behandelt werden. Hier wurde eine ganze Community unter Generalverdacht gestellt. Das ist unverhältnismäßig und beschämend für unsere Stadt.
Wir fordern:
– Respekt vor Trauer und Gedenken
– Schluss mit der Kriminalisierung von Kurd:innen
– Vollständige Aufklärung: Auf welcher Grundlage wurde die Verfügung erlassen? Wer hat entschieden? Wurde die Verhältnismäßigkeit überhaupt geprüft?
Kommt vorbei, bringt eure Freund:innen mit und zeigt: Die kurdische Community in Hannover steht nicht allein.